Am Anfang nichts als Probleme
25.02.2005
Ok, ich bin ziemlich spät auf den Zug aufgesprungen. Vermutlich weil ich anfangs die Tragweite nicht richtig erkannt hatte. Denn Blogging bedeutete für mich primär Anwender, die sich abends hinsetzen, um Ihren Mitmenschen die Erlebnisse des Tages mitzuteilen. Kochrezepte hier, Essays über persönliche Interessen dort. Mal interessant, mal langweilig - aber nichts für mich.
Man kann es heute gar nicht mehr vermeiden, bei der Arbeit im Internet auf Weblogs zu stoßen. Bei einigen geht man schnell weiter, bei anderen liest man ein wenig. Aber selber ein Weblogs anzufangen? Daran hatte ich eigentlich kein Interesse.
Anfang des Monats habe ich dann aber den Weg zu Six Apart gefunden. Six Apart ist ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, mit denen Weblogs erstellt werden können. Man findet dort Type Pad und Movable Type.
Type Pad ist ein Service im Internet. Damit kann jedermann sofort mit der Erstellung eines Weblogs beginnen. Man benötigt keine eigene Hardware, keine eigene Software. Und man muss auch nichts installieren. Man verwendet Software und Hardware, welche von Six Apart im Internet gegen eine monatliche Gebühr bereitgestellt wird.
Hingegen ist Movable Type die zugrundeliegende Software. Die kann man kaufen, auf einem eigenen Server installieren und zur Erstellung von Weblogs benutzen.
Ich sehe im Movable Type primär eine außerordentlich interessante Software. Weniger ein Vehikel, mit welchem ich meine beschränkten literarischen Qualitäten den Mitmenschen zeigen kann. Vielmehr eine Software, welche es tatsächlich geschafft hat, die Welt merkbar zu verändern. Ähnliches ist mir bisher eigentlich erst zweimal begegnet. Das war zum einen die grundlegende Veränderung der Art und Weise, wie Software für Microsoft Windows entwickelt wird, als Visual Basic populär wurde. Und dann war es natürlich auch der Zeitpunkt, als Google die Vorherrschaft unter den Suchmaschinen übernommen hat.
Weil ich die Software kennen lernen wollte, habe ich kein Konto bei Type Pad eingerichtet. Vielmehr habe ich mir die Software gekauft und auf dem eigenen Server im Internet installiert. Da ich der "Windows-Fraktion" angehöre, ist mein Server ein Windows 2003 Server. Das hätte die ganze Begeisterung für Movable Type beinahe zum Erliegen gebracht. Die Installation für Windows 2003 Server war nämlich ein kleines Abenteuer und in der ansonsten sehr ausführlichen Dokumentation nicht beschrieben.
Die Installation war mühsam. Weil ich andauernd irgendetwas im Internet recherchieren musste, hat sie sich ziemlich lange hingezogen. Sie war alles andere, als nur ein Installationspaket aufzurufen und mehrfach OK zu drücken. Letztendlich hat es dann aber doch geklappt. Selbst für einen Software-Entwickler wie mich, der nichts mit UNIX und Perl zu tun hat.
Weil ich nirgendwo eine detaillierte Anleitung gefunden habe, werde ich wohl als nächstes eine Solche verfassen. Rückblickend betrachtet war die Installation nämlich nicht wirklich kompliziert. Sie war einfach nur unzureichend dokumentiert. Eigentlich kann man eine vollständige Installation in weniger als einer Stunde hinbekommen.
Mal schauen, wann ich mal wieder Zeit und Lust zum Schreiben habe.
mgs | 25.02.2005
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